Gesundheitssport im SC Deckbergen-Schaumburg
 

Das deutsche Wort „gesund“ hat seinen sprachlichen Ursprung vom germanischen „swend(i)a“ bzw. „(ga)sund“, was so viel bedeutet wie „stark, kräftig und geschwind“. Stark, kräftig und geschwind – das alles sind Eigenschaften, die durch eine gezielte sportliche Aktivität beim S C Deckbergen - Schaumburg trainiert werden können.

Das Interesse an den Zusammenhängen zwischen sportlicher Aktivität und Gesundheit lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. So gilt Gesundheit als eines der ältesten Motive und Bildungsziele im Sport.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde Bewegung in den zahlreichen Schriften zur medizinischen Aufklärung als ein wesentliches Mittel zur Gesundheitserhaltung propagiert. Und schon Ende des 19. Jahrhunderts gab es erste wissenschaftliche Studien zur Thematik „Sport und Gesundheit“. Bis heute ist das Interesse am Thema Sport und Gesundheit nicht verebbt. Im Gegenteil:

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Bewegungsmangels im
20. und im beginnenden 21. Jahrhundert hat der Gesundheitssport erneut an Bedeutung gewonnen.

Denn wir sind die erste Generation in der Menschheitsgeschichte, die das biologische Mindestmaß an körperlicher Aktivität nicht mehr erfüllt.

Verbrachten die Menschen früher die meiste Zeit ihrer Existenz in Bewegung, so wird heutzutage die Körperkraft mehr und mehr durch Maschinen und Computer ersetzt. Aus diesen Gründen ist es im Privat- wie auch im Berufsleben zu einem erheblichen Bewegungsmangel gekommen. Deshalb ist Sport zu einer Möglichkeit der Menschen geworden, den notwendigen Ausgleich zu einem bewegungsarmen Alltag und zu industrieller Tätigkeit zu finden. Sport kann somit in einer sehr umfassenden Weise ausgleichende Funktionen, z. B. zur alltäglichen Tätigkeit im Berufsleben oder auch zum Mangel an Bewegung, erfüllen.

Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems nehmen einen hohen Stellenwert in den Statistiken der Krankheiten ein. Fast 80% der deutschen Bevölkerung leiden sporadisch oder chronisch unter Rückenschmerzen. 20% aller Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen werden mit dem Grund „Rückenschmerz“ ausgestellt und fast die Hälfte aller Rentenbescheide enthalten als Diagnose eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule.

Maßnahmen zur Haltungsverbesserung und Bewegungsschulung gleichen konstitutionelle und konditionelle Schwächen aus und beugen Rückenbeschwerden vor, insbesondere wenn diese mit Maßnahmen zur Verhaltensänderung (z. B. richtiges Heben und Tragen) kombiniert werden.

Beschwerden im Bereich des aktiven und passiven Bewegungsapparates sind vielfach auf Muskelfunktionsstörungen, Fehlhaltungen und Muskelschwächen zurückzuführen. Daher werden die vorrangig zur Abschwächung neigenden Muskelgruppen gezielt gekräftigt und die zur Verkürzung neigenden Muskelgruppen systematisch gedehnt. Die Funktionseinheiten der Wirbelsäule bzw. die Bewegungssegmente der Wirbelsäule wie Wirbelbogengelenke, Bandscheiben, Bänder und Muskeln stehen im Mittelpunkt der Übungseinheiten zur Kräftigung und Dehnung des Muskel-Skelett-Systems.

Wirbelsäulengymnastik, präventive Rückenschulen oder ähnliche Programme, wie z. B. „Rücken-Fit“, zielen mit ihren speziellen Bewegungsformen allgemein auf die Vermeidung und Reduzierung von Rückenschmerzen. Durch die gezielte Gymnastik der Funktionseinheiten der Wirbelsäule soll vor allem die Muskulatur gekräftigt werden, die bisher wenig belastet wurde, um so eine ausgewogene Stabilität und Muskelbalance zu erreichen. Umgekehrt sollten diejenigen Funktionselemente der Wirbelsäule entlastet und entspannt werden, die stark beansprucht werden.

Trainiert werden Ausdauer, Kraft, Stabilität und Koordination. Es wird versucht, partielle Muskelgruppen unter Einbezug benachbarter Gelenke, Bänder und Muskeln (wieder) zu aktivieren. Isometrische Übungen, die in der Rückenlage durchgeführt werden, sollten als Basisübungen zuerst eingeübt werden, denn diese dienen als Voraussetzung für die Durchführung komplexerer Bewegungsformen. Zunächst muss das meist zu schwache Muskelkorsett aufgebaut und gestärkt werden. Mit dem Einüben dieser Bewegungen soll auch das erforderliche Muskelgefühl entwickelt werden.